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MAXIMILIANSWEG, “das höchste der Gefühle”: auf der Jochroute 360 km von LINDAU nach BERCHTESGADEN, am Stück und allein,
20 Tage im Sommer 2008; Strecke, Orientierung (?!), Quartiere, Fazit.

"Schön war die Zeit ... " (Freddy)

ORIENTIERUNG:
Der Weg ist nicht abzulaufen, wie die anderen Fernwanderwege und sog. Premiumwanderwege, die man auch ohne Karte gehen kann. Die Beschilderung oder Markierung ist nicht ”schlecht”, es ist einfach oft  keine da. In jedem Landkreis/DAV-Sektion herrscht ein anderer Modus in Text, Farben und Symbolen, s. Ablauf! Während die meisten DAV-Schilder, leider, keine Stundenangaben mehr enthalten, manche sind sogar zugehauen, warum?, hat hier ein hilfreicher Geist dieselben in
rot dazugemalt (Mitteralm am Wendelstein). Ich habe mir vorher aus meinem Fundus an Alpen-Wanderkarten die STREIFEN mit dem “Maxi~” rausgeschnitten, durchnummeriert und mitgenommen, s. auch FAZIT am Ende, mit km usw.! Oft der einzige verlässliche Begleiter war ein verblichener roter Pinselltupfer auf Steinen, Pfosten oder Bäumen, wo mal einer mit Farbtopf und Pinsel den “E 5” (?) ablief; “Dankeschön!” Der Hansi aus W lief mit vorher gefüttertem GPS, das kann die zukünftige Lösung sein - wenn’s einer einstellt.

besser als garnix!
zwei 47-er vor dem Start

ROUTE / GIPFELROUTE / JOCHROUTE  (???):
Der “Maxi” wurde 1991 vom DAV (Deutscher Alpenverein) geschaffen und stellenweise (!) markiert. Er ist zum größten Teil mit dem “E 4”; “Pyrenäen - Jura - Neusiedler See - Balaton (Ungarn)”, anfangs auch mit dem “E 5” identisch. Die Angaben schwanken zwischen 360 und 388 Kilometern und zwischen 17.700 und 21.000 Höhenmetern (nur Hinauf-Meter!) mit 17 Jochen und 20 Gipfeln. Ein “Reihenrundruf” über “Deutscher Wanderverband” --> “www-bayern-by  --->  “Tour~verband Allgäu/Bay. Schwaben” ergab ... nix, aber die Leute waren alle sehr nett. Es muss doch jemand bezüglich der STRECKENFÜHRUNG --> GIPFELROUTE -->  JOCHROUTE sagen können: “Das isser!” Und natürlich auch in die Webseiten schreiben. Die braune Landkarte, klein und mit schlechter Auflösung, und das Höhenprofil, zu grob und zu klein, in der Webseite vom “Deutschen Wanderverband” sind, Pardon, unergiebig.

 . . . das isser, so ungefähr

Ich weiß von 2 Führer-Taschenbüchern:
a) von Herrn Diem, Geocenterverlag, älter; die Skizzen drin sind klein und nur zweifarbig, die Historie ist interessant, das Büchlein leicht. Die Tipps darin zum Orientieren: “ ... navigieren mit Karte, Kompass und 7. Sinn” o. ä. scheinen mir in alpiner Umgebung gewagt.
b) ein neuerer Führer, dicker (schwerer), mit farbigen Skizzen, von Herrn Hüsler, Bruckmann-Verlag. Ein Hüttenwirt sagte mir, mit dem neuen Führer würden mehr Leute wandern als mit dem alten.

 WEGE:
“Der Weg ist das Ziel?” Ganz sicher, wenn man die Landschaft und die Sehenswürdigkeiten drumherum meint. Anders sieht es dort aus, wo der Wanderer seinen Fuß hinsetzt: verwurzelte Pfade, steinige Rinnen, kaum erkennbare Trittspuren mit schlechten/keinen Markierungen und km-lange Betonstrecken durch die Städte am Weg; BREGENZ, SONTHOFEN, PFRONTEN, FÜSSEN, BRANNENBURG - NUSSDORF A. INN, RUHPOLDING, INZELL, BAD REICHENHALL, wo zwischen “West-Eingang” und “Ost-Ausgang”, also zwischen “Grün” und “Grün” meist 5 bis 8 km auf Beton zu treten sind. In den kleineren Orten und schmucken Dörfern entschädigen die wunderschönen alten Bauernhäuser und der prächtige Blumenschmuck. Es ist also kein typischer “Wanderweg” von vorn bis hinten, sondern eine Aneinanderkettung prachtvoller, meist alpiner Teilstrecken, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind gefragt, mit hohen Ansprüchen an Kondition und Wetterfestigkeit.
Stempel: Ein Hüttenwirt fragte: “Ist das für die Frau ... ?”

kinderleicht!
8 km Beton treten
Alibi für "Mutti" zuhaus  ;-)

QUARTIERE:
Abends im Tal, mit Auto, noch schnell ein Quartier zu suchen, ist allenfalls lästig, zu Fuß in 1800 m Höhe bei Schlechtwetter, Regen, Schnee, schlechter Orientierung dagegen schon gefährlich. So wurde
z. B. die HOCHRIESHÜTTE, nach Nussdorf a. Inn, wegen defekter Seilbahn geschlossen, weil die Versorgung dadurch abgeschnitten war. Gleiches gilt für einen plötzlichen Wintereinbruch - im Spätsommer, wo die Dame auf der “Tourismus” in Inzell nach Blick in ihr Büchlein sagte: “Ja, die ZWIESELALM (H 1386!) ist von Mai bis Oktober ist auf”. Ich verlangte/erbat einen Anruf dorthin, war auch gut, denn der Wirt sagte: “Wir haben Schnee, i’ bau’ eben die Betten ab, dieses Jahr geht nix
mehr!”
TIPP: vorher zuhause aus Webseiten, auch aus meiner, die offiziellen Schlafquartiere, aber auch Alternativ-Quartiere in den Talorten notieren und -immer- vorher von “unten” aus anrufen, ob “oben” (Hütten/Almen/DAV-Häuser), geöffnet ist. Das erspart lange Auf- und Abmärsche und ebensolche Gesichter. Wie die von den 2 aus WU, Hansi und Andreas, die auf den Herzogstand und die Herzogstandhäuser, offizielles Quartier, stiegen und vor verschlossenen Türen standen. Wenn bis 1/2 5 nachmittags kein Übernachter da ist, macht der Wirt zu und fährt mit der Herzogstandbahn “ooweh” (hinunter); Oweh!” Sie liefen nach 3 Stunden “aufi” noch 3 Stunden “ooweh” und fielen in Walchensee ohne Essen und Trinken ins Bett.
WERTUNG (natürlich persönlich): die
( - ) = nicht so toll,     ( + ) = super,       die anderen: OK.

ABLAUF:

Tag 1:
Die Bahnfahrt nach LINDAU genoss ich in vollen Zügen. Wie der bayerische König MAXIMILIAN II, fuhr auch ich per Schiff nach BREGENZ und ersparte mir so mehrere Straßen-km. Dier offzielle Route führt ab Bregenz am südlichen Ufer der Bregenzer Ache entlang nach WOLFURT. Mangels genauer Karte  stieg ich durch das historische Martinstor auf die “Fluh”, H 747, H 434, abwärts nach WOLFURT, aufwärts über Bildstein, H 700, abwärts nach ALBERSCHWENDE, H 500 und hatte meine ersten 1000 Hm auf dem Tacho.)
Haus Eiler, am Lift, Tel. +43-664-560 7519, 1. x Ü ohne F, nur 20,-.  Der nette Herr bemühte sich nicht selbst hierher: “Der Schlüssel steckt, legen Sie das Geld in den Briefkasten”. Ich tat’s. (Das ***-Hotel “Löwen” war angeblich ausgebucht). Ich habe gut gegessen in der “Taube”, Ortsmitte, in der Diele ein schönes altes Gemälde von vor 100 Jahren.

das Leben in vollen Zügen  . . .
per Schiff nach Bregenz
Das Martinstor über BREGENZ
"Alberschwende" früher

Tag 2:
Gutes Frühstück gibts im Hofer-Supermarkt, 200 m Richtung Ortsmitte. In der Zeitung dortselbst las ich: “Herzinfarkt beim Wandern, 2 Tote aus Deutschland”. Dabei waren die noch relativ jung.
Die 1. Versuchung. Ich lief neben der laufenden Sesselbahn zum BRÜGGELEKOPF, 1182 m und hatte das Glück, einer
BERGMESSE (Video 5 MB) beizuwohnen. Etwa 300 Leute standen oder saßen auf dem Kopf (dem Brü~), unterm Kreuz ein kleiner Tisch, der Priester in Zivil, keine Musik, aber ein Mikrofon. Er stimmte an und alle sangen mit: “Wohin soll ich mich wenden ... “:  (~.wav) So dachte ich unterwegs auch oft, siehe ORIENTIERUNG. Beim anschließenden Schmaus im Berggasthof sah man viele schöne Hügel ;-)
(ÜF auch im Berggasthof Brüggelkopf möglich, sehr schön, € 25,-, Tel. +43-5579-4391, immer außer Do, -oder- 2 km weiter ostwärts in der “Alpenrose”, Tel. +43-5512-2433, ÜF 32,-.)
Über LINGENAU gehts nach HITTISAU. 2. x ÜF im “Hirschen”, * * * , Tel. +43-5513-2320, € 48,-, aber fein, zum Suchen war ich zu müde.

... das baut auf!
Bergmesse auf dem Brüggelekopf
nach der Messe

Tag 3:
Über Berggasthof Höfle sehe ich erstmals ein “Maxi-Schild”, sogar noch mit Stunden-Angaben (!), und gleich danach eins ”Ende von Austria”. Dann gehts richtig “aufi”. Zwar sieht man wieder nix vom “Maxi”, aber einige der mehr oder weniger überflüssigen “Bapperle”, Klebeetiketten, mit “Premium” o. ä. auf den Schildern. Dem unkundigen Wanderer hilft da eher ein Anstreicher, der rot “E 4” auf ein Schild gemalt hat. An glücklichen Kühen vorbei, hat man oben einen tiefen Blick aufs STAUFNER HAUS, H 1640 m.  3. x Ü, € 14,- + Frühstück separat (+) , Tel. 08386-8255, Tal: 08327-931 345, die erste Hüttenübernachtung.

"Staufner" - "E 4" (?)
Blick aufs Staufner Haus Staufner Haus
"Felix Austria"
Maxi,  "E 4", "E 5" usw.; weiße Schilder

Tag 4:
“Aufi” gehts zum HOCHGRAT, 1833 m, dem höchsten Gipfel in der NAGELFLUHKETTE, über die Brunnenau-Scharte, H 1624, zum RINDALPHORN, H 1822, weiter zum GÜNDLESKOPF, H 1748, zum STUIBEN, H 1749 und den STEINEBERG, H 1660, mit Zwischenabstiegen; keine Hochebene ;-) Schroffe Felsen, steile An- und Abstiege, tolle Aussichten, Gipfelkreuze, Seilkletterei, das ganze Programm: Trittsicherheit und Schwindelfreiheit! Dann auf steilem Pfad südwärts runter nach GUNZESRIED.
4. ÜF, Beck, unterhalb der Bäckerei, mit riesigem Transparent, nur € 20,-, billigstes Privatquartier “on Tour”, da kann man kein Lächeln oder ein freundliches Wort erwarten. Gab’s auch keins.
( - ) Tel. 08321-2915. Oder: Gasthaus “Goldenes Kreuz”, Ortsmitte, Tel. 08321-2560, beide direkt am “Maxi”.

Nagelfluhkette
Gipfelglück
Hochgrat

Tag 5:

1,5 km der Straße entlang abwärts, dann auf Fußweg über die Iller nach SONTHOFEN, H 742, mit lustigem WC-Schild.  Über die Ruine Fluhenstein, “E 4”, und das Tiefenbacher Eck, H 1517, zur Hirsch-Alpe, H 1493, Gasthaus. Schwierig zu navigieren (!), erst W, dann NO auf den SPIESER, H 1649, mit Kreuz und herrlicher Aussicht und nach NO bis UNTERJOCH, H 1013. Im großen “Familotel” gibts ab 20 Uhr nix mehr zu essen! 
5. x ÜF: Haus Irene, “Biker”-Schild, Tel. 08324-7793, € 22,-, heißer Trockenraum, alles prima!
( + )

Rückblick auf Sonthofen "Wasser oder Papier?"    (?)
Gitarre auf dem SPIESER

Tag 6:
Über Waldgaststätte Rehbach geht es durchs Tal der Vils, mal ein Gamsbock, mal ein Kuhstau, nach PFRONTEN, H 882,hinauf zur BURGRUINE FALKENSTEIN, H 1277 m, höchste Burgruine in Deutschland.
Hier wollte der “Kini” (Ludwig II) ein Schloss bauen lassen, größer und prächtiger als Neuschwanstein. Der 1. Entwurf war zu groß und zu teuer, der 2. zu ärmlich, weshalb er den Architekten entließ, der 3. gefiel ihm, weil er ähnlich einer Raubritterburg war. Den Bau erlebte er bekanntlich nicht mehr.
Episode: da ich nicht gern Leitungswasser teuer aus “Maggifläschjer” trinke, labte ich mich am sprudelnden Brunnen im Garten der prächtigen Hotel Schlossanger, * * * * S , es schmeckte etwas schal. Der freundliche junge Chef erklärte mir gern, es handle sich um gepumptes recyceltes Regenwasser für WC-Spülung usw.. Hoffentlich lief die Pumpe nicht “linksrum”.
Über Einerkopf, Zwölferkopf, H 1288, geht es über die Saloberalpe, bewirtschaftet, steil runter zum grünen ALATSEE. Am Sommer-Skispringen vorbei gelangt man, endlich, nach FÜSSEN, H 808, wo es sogar Drogen im freien Verkauf gibt.
6. x ÜF, “Zum Hechtchen, Stadtmitte, “nice rooms”, meines war wirklich “very nice”, nämlich ne kleine Kammer im 2. Stock für t-€ 40,- incl. Schlossblick. Das Frühstück war gut, die Wirtsleute nett, Tel.  08362-91600.

"Kuhstau" "Kinis Traum" 3 Pläne für die Burg FALKENSTEIN Sommerskispringen "Drogen"
FÜSSEN; Schloss

Tag 7:
Über den “König-Ludwig-Weg/E 4” gehts zum SCHLOSS HOHENSCHWANGAU. Achtung! Die PÖLLATSCHLUCHT ist wegen Murenabgang gesperrt, Ihr könnt Euch also den Umweg über die Sägemühle sparen. Auskunft ob auf/zu: u. a. Stadt FÜ 08362-93850. Also geht es gleich hinauf zum oberen Parkplatz, wo die Kutscher u. a. “Fußkranke”, Bequeme, sowie schicke Italienerinnen und Japanerinnen zur Fahrt auf SCHLOSS HOHENSCHWANSTEIN abholen. Der Fernwanderer verschmäht auch die Tegelbergbahn (9 bis 16 Uhr), macht auf der Marienbrücke das obligatorische Foto und geht als einziger von Hunderten nicht nur drauf, sondern auch am anderen Ende weiter, steil hinauf zum TEGELBERGHAUS, H 1707, mit dem netten Chefkoch mit Kojak-Frisur.
Sehr gemütliches Haus, Gitarre, 08362-8980 + 5492, ÜF € 16, ich wäre gern länger geblieben. Es wurde 1832 vom König Maximilian II, Vater des König Ludwig II, als Jagdhaus “gebaut”, also nicht persönlich, sondern ... Ihr wisst schon ;-)
Über die Ahornspitze, H 1780, und den Straußbergsattel, H 1600, geht es über den “Maxweg” (Karte), den “Prinzregentensteig” (Karte) und den Bockstallsee, H 1140 m, derzeit ohne Wasser, hinauf zur KENZENHÜTTE, H 1294 (die mir nicht so gut gefiel). 7. x ÜF, Frühstück etwas spartanisch, € 22,-, Tel. 08368-390, Tal: 08861-66 221.     

Hohenschwangau  am Forggensee
SCHLOSS NEUSCHWANSTEIN
"E 4", "Radweg Romantische Straße" SCHLOSS  HOHENSCHWANGAU zu faul zum laufen Tegelberghaus
"Maxi-, E 4, Pürschlinghaus" u. a.
"Stoanmandln"
Chef und Koch im Tegelberghaus

Tag 8:
Ab Bäckenalmsattel gabelt sich der “E 4”: links aufwärts über die Klammspitze, H 1924, mit Kreuz und rechts abwärts am Sägertalbach entlang. Beide stehen auf der Karte mit “E 4”. Die Variante über die Klammspitze ist vermutlich die sog. Gipfelroute, über Sägertalbach die sog. Jochroute, die ich lief. “Kultur droht”! SCHLOSS LINDERHOF, H 950. (Das alte sehr feine HOTEL dabei bietet ÜF für nur € 55,-, weil das übliche Wellnes-Gedings nicht haben/brauchen. Das Gemälde vom “Kini” hängt in der fein möblierten großen Diele.)
“August-Schuster-Haus am Pürschling”, normal PÜRSCHLINGHAUS genannt, H 1564, 8. x ÜF € 27,-, (im Zimmer!) alles wunderbar. Der König Maximilian II, Namensgeber dieses Weges”, hatte hier sein Jagdhaus, der “Kini”, König Ludwig II, hat sogar hier übernachtet.
( + ) Hütte Tel. 08822-3567, Tal: 08845-7574910.

SCHLOSS LINDERHOF im "Hotel Schloss Linderhof" "Maurischer  Pavillon" Linderhof
Pürschlinghaus
Frauen kommen runter Kinis Alpenreich

Tag 9:
Ab heute 3 Tage Regen! Ab Pürschlinghaus ist besonders “schlecht/garnix” markiert! Ab UNTERAMMERGAU, wo ich mir im großen Gasthaus “Stern” die Knochen etwas aufwärmte, dagegen sind nagelneue
gelbe Schilder der DAV-Sektion Starnberg, die jedoch unterhalb der HÖRNDLHÜTTE, H 1390, plötzlich aufhörten. Ich fragte auf der Hörndlhütte die Wirtin: “Haben Sie eine Gitarre im Haus?” Sie fragte: “Warum?” Nun, man könnte vielleicht ein Würstchen drauf grillen. Vielleicht hatten wir alle einen schlechten Tag. Direkt bei der Hütte steht noch ein Schilderbaum. Aber dann: die fehlende Markierung, es war die besch---eidenste auf der Tour, und das will was heißen, bescherte mir eine Ehrenrunde ums “Hintere Hörnle” und, entgegen der Angabe des Hörndl-Wirtes “1 1/2 Stunden auf einem Steg”, einen 3 Stunden langen Ab-marsch, -stieg war nicht zu finden, auf der Forststraße, die sich wie das Wasser der Altmühl nach allen Richtungen schlängelte, auch mal bergauf ging, bis GRAFENASCHAU.
9. x ÜF bei Frau Jais, Birkenallee 23, Tel. 08841-8723, alles prima, mit Heizungstrockenraum, und in einer heißen Wanne (!) könnt Ihr Eure geschundenen Glieder wieder aufbauen
( + ) . Es gibt am Ort sonst nur noch (!) das Café Habersetzer, feines Haus, ÜF 30,-, also früh anrufen: 08841-49855! Nur dort gibt’s was zu essen im Ort.

Pürschlinghaus
"Sonntag ist's ... " in ESCHENLOHE
Start vorm Pürschlinghaus Hörndlhütte  :-(

Tag 10:
”Markierungen”: Ab GRAFENASCHAU sieht man an wichtigen Stellen ein neues “Bapperle”: ein rotes
E mit einem Pfeil am Mittelstrich wie der Speer vom Neptun. Wer/wozu ist unklar, er begleitet den “Maxi” nur eine Weile; schade! Ein Schild “E4 / Maxi” steht auf halber Strecke(!) an der Straße nach ESCHENLOHE, 8 km auf Beton tappen, nicht jedoch am Einsteig, wo es hingehört. Für den HERZOGSTAND (Gipfelroute?) war es zu spät, so ging ich entlang der Eschenlaine sanft aufwärts bis zum WALCHENSEE.
10. x ÜF: fein, wenn auch nicht billig, für € 45,- im Hotel “Karwendelblick” in Urfeld, Nordecke des Sees, Tel. 08851-410.

vor der Hörndlhütte ist noch alles klar
8 km Betontreten!
der WALCHENSEE

Tag 11:
Aufi gehts zur JOCHER-ALM , H 1382, mit Bartmann, über die Kotalm, H 1134, und die Kochleralm, H 1173, beide nicht bewirtschaftet, zur urigen STAFFELALM, H 1326, schöne Aus- und Einblicke, wo ich ein schönes
“Gstanzl“ aufnahm. Ein Blick aufwärts zur BENEDIKTENWAND, dann gehts “oweeh” (abwärts) zur schönen TUTZINGER HÜTTE, H 1327, wo ein PLAKAT Sehnsüchte nach einer weiteren, sehr weiten, TOUR weckt. Hans, der Wirt, spielte um 22 Uhr noch Zither, schöön, auf dem Bild daneben sein Vor-, Vor- Vorgänger. 11. x ÜF: € 28,- in richtigem Bett, mit reichhaltigem Frühstückbuffet.
Tel. 0175-164 16 90, Tal: 08851-7418.
Morgens spielte er noch zum Abschied den
3. Mann”. ( + )

auch der WALCHENSEE die schöne Jocheralm, 1.382 m
"Bartmann" auf der Jocheralm STAFFELALM; 1320 m
"schee . . . !"
Plakat "MÜNCHEN - VENEDIG", der Floh im Ohr für 2009!
der 1.  Hüttenwirt!
"Hans & Hans-Musi"
Blick auf die Benediktenwand
vor der TUTZINGER HÜTTE

Tag 12:
Erst geht es auf einen Sattel, H 1550, hoch, vielleicht an einer Gams vorbei, runter auf H 1400, bis zu einem Sattel H 1615, mit einer Verzweigung mit 2 Wegen zum Brauneck. Man kann die linke Spur “Nur für Geübte” über den LATSCHENKOPF, H 1712, wählen. Auch das Schaf hatte keine Angst. Ich traf somit 30 “Montagsturnerinnen” aus Neumarkt/Opf. beim Picnic und wir sangen zusammen
“... die Perle Tirol”; herrlich! Auf dem BRAUNECK, H 1540, rieb sich nur eine Kuh am Fernrohr. Im BRAUNECKHAUS des DAV kann man “ÜF” für € 17,- bis 22,- bekommen. Die Gondeln der Brauneckbahn locken den Fernwanderer vom Fußweg ab. Ganz verkehrt wäre es nicht, denn der Bergabweg gleicht einer “schwarzen” FIS-Strecke für Wanderer; steil und loser Schotter auf hartem Grund, eine Rollbahn also nach LENG-GRIES. Daher der Name?! Eine beschilderte Ausweichstrecke wäre angebracht; wer macht’s? Einziger Lichtblick: weiter unten kommt eine “Rechtsumgehung”, beschildert zur schönen REISERALM, wonach man wieder auf Schotter und Wabensteine (!) trifft. Unten ist ein spektakulärer FUNPARK, wo man sich angeseilt wie Tarzan umherschwingen kann, dann ist man in Leng-Gries, H 679.
 12. x ÜF: im Hotel “Zur Post”, das schon bessere Zeiten sah, s. Bild. Das Gasthaus ist außer Betrieb, Frühstück gibts gegenüber im Cafe Kyrein, aber leider nicht in der wunderschönen Stube vorn, sondern hinten im Durchgang. Frühstück OK!
Tel. 08042-2454 + 4714.

ein/e (?) GAMS
nur ein Schaf hat keine Angst!
braune Kuh auf'm BRAUNECK, H 1540 m
die Landfrauen auf'm Latschenkopf, H 1712 m, + Gesang!
Brauneck-Abstieg Wanderers "FIS-Abfahrt" nach Leng-Gries  :-(
die schöne Reiseralm
"Funpark" vor Lengries "Hotel zur Post", Lenggries

Tag 13:
Über die Südumgehung von Geierstein und Fockenstein an einer Kohlehalde (?) vorbei geht es über die Neuhüttenalm, H 1328, wo tibetanische Gebetsfahnen wehen, auf die vielbesuchte AUERALM, H 1269, mit Gitarre und Warteschleife, beides ein gutes Zeichen. An einem stolzen Zunftbaum vorbei geht es zum Hafen von Bad Wiessee aufs Schiff, offiziell!, zur Fahrt über den und nach TEGERNSEE, H 725, wo ich im uralten heimeligen und weit bekannten “Lieberhof” gut und günstig unterkommen bin: 13. x ÜF,
€ 27,50, Tel. 08022-4163,
mit einem netten Wink auf der Bettlade für die Bergbahn-Schummeler ;-)
( + )

eine Kohlenhalde?
Neuhüttenalm; 1320 m
Aueralm für die Stubenmusi
Bad Wiessee; Zunftbaum
Bettlade auf dem "Lieberhof"
der Tegernsee
Schlange in der Aueralm
"Alle meine Entchen . . . "

Tag 14:
Über das Neureuthhaus, H 1264 und die Gindelalm, H 1242, gehts bei S-- Schlechtwetter zum SCHLIERSEE, H 777. Hinten braut sich schon was zusammen. Zum Knipsen hatte ich wohl keine Lust. Schlecht bzw. unmarkiert finde ich nach FISCHBACHAU, wo ich im Ortsteil Birkenstein, H 853, im Cafe Seidl unterkomme: 14. x ÜF € 27,50, Tel. 08028-1640, alles OK!

Tag 15:
Ab heute 4 Tage Regen! Auf “E 4” gehts zur KESSELALM, H 1285, wo ich der erste und einzige Gast war, kein Wunder bei dem Wetter. Achtung: die “Aiblinger Hütte” ist nur Sa, ab 14 Uhr, und So “bis 17 Uhr” (?!) geöffnet, die “Durlangeralm” überhaupt nicht mehr. Man kann sich die Schleife somit sparen und steigt auf zum WENDELSTEIN. Das Restaurant bei der Bergbahn ist ne Art “Mac Donald alpin” mit Scharen von Halbschuhtouristen, die mit der Seilbahn und/oder Zahnradbahn auf- und abschweben. Obwohl “Nullsicht” war, ging ich zum Gipfel, H 1838, mit einer Kapelle, einer Kompassrose  und einer im 24-Stunden-Rythmus rund um die Uhr besetzten WETTERSTATION, wo ich mich mit der diensttuenden Dipl.-Meteorologin nett unterhielt und mir den obligatorischen Stempel erbat. Fast sicht- und orientierungslos in teilweise schwierigem steinigen Gelände fand ich schließlich kurz vor Dunkelheit die wunderschöne MITTERALM. Während die meisten DAV-Schilder, leider, keine Stundenangaben mehr enthalten, manche sind sogar zugehauen, warum?, hat hier ein hilfreicher Geist dieselben in
rot dazugemalt. 15. x ÜF, € 21,- im Lager, warme Dusche, Tel. 08034-2760. ( + ) Es war der schönste HÜTTENABEND, der “BMW-Rudi” aus Kufstein zog die Ziehorgel und jodelte dazu oder sang den
“Anton aus Tirol” (wo er ja her ist) und die lustige “Oktoberfest”-Gruppe von “Camet” war auch gut drauf. Danke nochmal an die nette Wirtin, die mir meine vergessene “Ausgehhose” nachhause schickte. Demzufolge lief ich ab dort mit nur einer Hose für unterwegs und zum “Apres”. Ging auch, außer bei Nässe natürlich, wie heute.

1. Gast auf der Kesselalm . . . .  mal blaue Schilder!
"viel Steine gab's . . . "
Wendelstein-Kapelle
"Panorama" vom Wendelstein
Kompassrose auf dem Wendelstein

Tag 16:
Auf nun besserem Weg geht es hinunter nach BRANNENBURG. “ Iller, Lech, Isar,
XXX ” sind nun schon überschritten, weiter nach NUSSDORF. “HOCHRIESHÜTTE”: s. o.; “QUARTIERE”! Nordumgehung: über Holzman mit Gasthaus, Rainbach, Frasdorf nach ASCHAU. Das waren, einschließlich Brannenburg, 25 km Straße. Nach längerer Suche fand ich wieder zum “Gasthof Kampenwand”, 16. x ÜF, € 50,-! ( - ) Tel. 08052-2440. Ich fand kein billigeres Zimmer und musste den DZ-Preis zahlen. Bilder? Nur “XXX”!

Tag 17:
Heute wie gestern: den ganzen Tag nass. Da denkt man schon mal ans Aufhören, zumal dort auch ein Bahnhof lockt. Laut Tourismusbüro sollte die “Dalsenalm” von Mai bis Okt. geöffnet sein, war aber nix; das fast schon übliche. So ging es über Hohenaschau, Schloss im Regen, zum Cafe Wasserfall, nach 50 m links rein, den Klausgraben aufwärts auf ca. 1000 m, zwischen Geigelstein und KAMPENWAND hindurch und wieder runter bis MARQUARTSTEIN, H 545. 17. x ÜF im Burgcafe für € 50,- Tel. 08641-97840, bei einer sehr lieben Dame, die mir sogar die nassen Klamotten in die Schleuder steckte, aufhängte, und trocken vor die Tür legte; schönstes Wohnen “on Tour”!

Hohenaschau
"Von den Bergen rauscht . . . "
Gaudi auf der Mitteralm, * * * !
... bei schönem Wetter kann jeder!

Tag 18:
Heute kommt zu Regen und Nebel noch der Schnee; das ganze Programm: Sommerfrische pur! Anruf auf dem HOCHGERNHAUS: Hans, der nette Wirt, rät ab; “20 bis 30 cm Schnee und nix zu sehen!” Er empfielt mir die Südumgehung über Unterwössen, der Schilderbaum wurde um 9.52 Uhr aufgenommen, der “Dorfblick” um 12, das Schnee-Herz, ein Souvenir für meine Frau zuhause kurz danach. Dann kommt die Jochberg-Alm, H 1278. Auf dem dortigen Sattel war eine ungemütliche Situation: kalte Finger, ziemlich nasse Klamotten, keine genaue Orientierung. Gottlob kam der Senn auf seinem Traktor herauf und ich durfte mich in der, unbewirtschafteten (!) Jochbergalm aufwärmen, mit ein paar Sennern zusammen, nur die Schuhe musste ich ausziehen. Er machte mir noch einen heißen Tee. “Dankeschön” nochmals! Über die Urschlauer Ache gehts es runter bis RUPOLDING, H 690. 18. x ÜF: für € 24,95 gut und gern im Haus Burkhardswieser, Chr.-Probst-Str. 10, Tel. 08663-1531
( + ) . In dieser Ecke gibt es viele Privatquartiere. Zur Einkehr empfiehlt sich die “Alte Säge”; der Wirt ist ein charmanter Salzburger, deshalb ertönt alle halbe Stunde “Salzburger Nockerln, Salzburger Nockerln ...” und er serviert dieselben. Wenn man ihn etwas hofiert, singt er auch noch Beatles usw. zur Gitarre. Echt gudd!

der rote Tupfer zeigt den Weg!
Ein Herz für "Mutti" zuhaus
Blick auf .... ?
"Maxi" im Sommer!
Jochbergalm,  1.266 m
"... ungefähr hier (?) runter!"
"Retter in Bergnot"; die Jochbergalm

Tag 19:
Ein Blick aus “meinem” Quartier-Garten: Wetter naja! Über den Klausgraben geht es auf “17/232/204/04”, laut Karte, ziemlich flach nach INZELL. Das DAV-Schild “Maxi-” findet sich nicht eingangs des Weges, wo es hingehört, sondern wieder unterwegs in einsamer Furche. “ZWIESELALM”: s. die Story unter “QUARTIERE”! Die Südumgehung führt auf schönem Weg entlang der B 305  über Weißbach mit einer historischen Salzsole-Leitung und atemberaubenden Blicken in die tiiiefe Weißbachschlucht. “Abel in Bayern - Raubritter ...”?  Im Süden grüßt der Predigtstuhl, das Wetter wird heller. Heute erlebe ich meine letzte
“Musi auf der Alm”; ein Glücksfall! Etwa 500 m ostwärts vom Gasthaus “Mauthäusl” an der B 305 geht von einem Parkplatz ein gut Weg entlang der Höllenbachklamm aufwärts zur HÖLLENBACHALM: Ziehorgel, Gitarre und Gesang, Hüttenromantik pur! Es wurde spät, logisch. Daher auf bekanntem Weg zurück und ab “Wegscheid” entlang der Soleleitung, vorbei am nächtlichen THUMSEE nach BAD REICHENHALL. 19. x ÜF im “Bürgerbräu”, Tel. 08651-6089, Altstadt, € 52,- aber gut, zum Weitersuchen zu spät/zu müde.

mein "Quartier-Garten"
der Höllenbach
"ABEL IN BAYERN" - na sowas!
"Thumsee by night"
. . .  mal braune Schilder!
noch 120 km bis Berchtesgaden
Gaudi in der Höllenbachalm; ein Glückstreffer!

Tag 20:
Bald schon vorbei?! Wetter? “Ende gut alles gut.” Aufwärts gehts, vorbei an der Burgruine Gruttenstein, über den langweiligen “G 5/404 A” bis Hallthurm mit imposantem Wachturm, über die B 20 auf den MAXIMILIANS-REITWEG mit schönen Ausblicken auf die Watzmann-Gruppe, die immer näher rückt. Hier wechseln gerade 2 Weitradler ihr Hemd; er 81, sie 72, aus Hamburg, die bei bester Laune den “BODENSEE - KÖNIGSSEE - RADWEG” zuende bringen. Da sehr Ihr, was noch alles geht! Hut ab! Ich laufe noch eine “Ehrenrunde” von 5 km zum KÖNIGSSEE. So endet mein “MAXI- 2008” dort, wo meine 2005er-Tour begann, der Anorak ist noch derselbe, die Gitarre war größer, die Strecke auch ;-) Bis 2009 also!

"Bürgerbräu" Bad Reichenhall
Richtung Watzmann
Burg Gruttenstein, Bad Reichenhall 2 aus HH; Radweg Boden- - Königssee  . . .  am Ziel!
Start der D-Tour zur Nordsee 2005
'ne Zugabe zum Königssee (s. D-Tour 2005!)

“SANITÄTSWESEN”:
1) Nach der 1. Woche taten mir von der Hüfte abwärts alle Knochen usw. ziemlich weh. Nach der 2. Woche hat sich das zunehmend gelegt. Auch jetzt, 4 Wochen später, “zieht” es noch etwas hie oder da.
2) Blasen: bekam ich keine; ich habe jeden Morgen Puder auf die Füße gemacht und trug doppelwandige(!) “Wrightsock”s. Nä, ich kriege keine Provision.
3) Die Fußsohlen sind noch etwas taub, gefühllos.
4) Ich habe 4 kg abgenommen.

KOSTEN
Obwohl ich nicht prasste, kamen einschließlich der 2 Bahnfahrten von und nach dem Saarland, hin =  € 41,00, heim =  € 93,00 (!), das war etwas weiter ;-) , 1.130,00 €-s zusammen.

“AUSRÜSTUNG” wäre eigentlich geprahlt. Wegen “alpin” und “360 km” nahm ich, im Gegensatz zu meinen anderen Fernwanderungen, neben der unabdingbaren GITARRE noch einen kleinen roten Rucksack mit. Inhalt.

FAZIT:
Es war eine anstrengende aber wunderschöne Tour: Berge, Seen und Wildbäche, tolle
Panoramen, Schlösser, Burgen, Städte mit schönen Bauwerken, Dörfer im Blumenschmuck, zogen wie die Perlen auf der Schnur an mir vorbei. Das oft schlechte Wetter lag an Petrus, das zu dürftige vorherige Konditionstraining an mir, für die spärlichen Orientierungshilfen wird noch jemand gesucht ;-) Zum Schluß ein “Dankeschön” an die Leute vom DAV für die Unterhaltung der Hütten und Wege, ohne die solche Touren nicht möglich wären!

 Erstellt: 1. Oktober 2008                                   letztmals geändert am: 8. Jan. 2009 (Video + Musik)

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